Blaulicht-Einheiten im Landkreis erweiterten ihren Wissensstand

Führungskräfte-Fortbildung wurde ergänzt durch Fahrzeugübergabe, Ernennungen und bewegende Vorträge

Wissen zu erweitern hilft Leben zu retten. Ganz im Sinne dieser Leitlinie hatten Landrat Achim Hallerbach und Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Holger Kurz auch die jüngste Führungskräftefortbildung verschiedener Blaulicht-Einheiten angesetzt. Über 200 Führungskräfte aus allen Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Landkreis -darunter THW, DRK, DLRG und Malteser- hatten dazu den Weg in das Brand- und Katastrophenschutzzentrum des Landkreises im Neuwieder Industriegebiet gefunden.

Foto: Zwei Wechselladerfahrzeuge konnten Landrat Achim Hallerbach und Bürgermeister Peter Jung im Rahmen der Führungskräfte-Fortbildung offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Foto: Thomas Herschbach„Die Herausforderung `Bevölkerungsschutz´ nimmt in unseren Planungen eine herausragende Stellung ein. Um unserer Verantwortung gerecht zu werden und für alles gewappnet zu sein, haben wir die Initiative ergriffen und einiges auf den Weg gebracht“, betonte Landrat Achim Hallerbach. Dementsprechend ließ der Landrat in seiner Begrüßung im komplett neuen Lagezentrum inklusive Stabsräumen und zentralem Materiallager den Maßnahmenkatalog des Landkreises für den „Fall der Fälle“ Revue passieren.

Neben dem weiterhin im Aufbau befindlichen Sirenennetz für 3,5 Mio. Euro, dem jeweiligen Aufbau der Hochwasserpartnerschaft Wied / Holzbach / Saynbach sowie des kommunalen Pegelsystems zur Frühwarnung und den regelmäßigen Schulungen von Verwaltungs- und Krisenstab, zählen dazu auch die Neuaufstellung und Investition in die Ausrüstung. Letzteres vollzieht sich unter anderem über Wechsellader-Systeme mit Schwerpunkten in den drei Landkreisen Altenkirchen, Westerwaldkreis sowie Kreis und Stadt Neuwied.

Zwei Wechselladerfahrzeuge, von denen der Landkreis und die Stadt Neuwied je eines für einen Preis von 331.000 Euro brutto (59.000 Euro Landeszuschuss) pro Fahrzeug zusammen angeschafft haben, konnten Landrat Achim Hallerbach und Bürgermeister Peter Jung offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

„Sie sind Bestandteil unseres gemeinsamen Logistikkonzepts, bei dem es aber nicht nur um Wechsellader, sondern um das gesamte Fachgebiet von der Lagerwirtschaft über den Material- und Güterumschlag bis hin Nutzung von Staplern und anderen Umschlaggeräten geht“, gab BKI Holger Kurz Aufklärung und hob zugleich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Kreis und Kommunen, aber auch landkreisübergreifend, hervor. Das Konzept wird in Kürze durch zwei gebrauchte geländegängige Fahrzeuge, nämlich einen Unimog und einen geländegängigen LKW, ergänzt.

Allein ein Fuhrpark und materielle Werte reichen nicht aus, entscheidend sind die Köpfe des Brand- und Katastrophenschutzes. Im Rahmen der Fortbildung hatte Matthias Lemgen dementsprechend passende Handlungsanleitungen in seinen Fachvortrag „Führungskräfte vor Ort weiterbilden“ eingebunden. Bevor der Oberbrandrat der Feuerwehr- und Katastrophenschutzakademie Rheinland-Pfalz den Kameradinnen und Kameraden seine Darlegungen anschaulich vermittelte, hatte der Kreisbrandmeister des Rhein-Sieg-Kreises, Stefan Gandelau, für betroffene Stille im weiten Rund gesorgt. Bewegend und bewegt schilderte der erfahrene Feuerwehrmann die beklemmenden Stunden des Atemschutzunfalls bei der Brandbekämpfung in St. Augustin im Jahr 2023, bei dem zwei Feuerwehrleute ihr Leben lassen mussten.

Auch, wenn sich tragische Unglücksfälle wie derjenige in St. Augustin nie gänzlich ausschließen lassen, kann die Eintrittswahrscheinlichkeit durch kontinuierliche Schulungen zumindest minimiert werden: 

„Gerade wer Führungsverantwortung wahrnimmt, benötigt Fortbildung und darf geistig nicht stehen bleiben. Das gilt insbesondere beim Brand- und Katastrophenschutz. Vor allem war aber auch der persönliche Austausch wichtig“, bilanzierte Landrat Achim Hallerbach, der sich auf dem Außengelände ein Bild von den vielfältigen Einsatz- und Handlungsoptionen etwa bei der Baumrettung oder über den ferngesteuerten Löschroboter machen konnte. Im Rahmen der Fortbildung war erstmalig war auch die SEG „Verpflegung“ erfolgreich im Einsatz.

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